Diesen Beitrag moechte ich nun mal nutzen um auf das Projekt Sabantwana aufmerksam zu machen. Sabantwana bedeutet "Fuer die Kinder" und ist im Prinzip eine Sammelstelle fuer Spenden.Da die Kindergaerten, in denen wir Freiwilligen arbeiten, in Townships sind, gibt es natuerlich oft noch viel zu tun und auszubessern. Sei es nun eine neuer Anstrich, ein Fussboden oder auch mal ein Sandkasten oder ein Klettergeruest. Da diese Arbeiten aber immer Materialen benoetigen, die natuerlich etwas kosten, sind die Educares auf Spenden angewiesen.
Sabantwana wird von den Freiwilligen und einigen aus dem Centre for creative education geleitet. Wir Freiwilligen muessen uns ueberlegen, was in unserem Educare beispielsweise noetig ist, muessen einen Kostenvoranschlag aufstellen und dann einen Antrag stellen. Dann wird entschieden, ob und wie viel Geld aus den Spenden fuer dieses Projekt bewilligt werden. Man kann natuerlich auch seine Spenden an ein Projekt direkt richten, und somit ein Educare direkt unterstuetzen.
In meinem Educare wurde vor kurzem ein neuer Babyraum gebaut, da meine Babys momentan in einer winzigen Shak sind, in der kaum Betten sind. Wenns draussen kalt ist, ist es dort auch eisig kalt drin und sobald die Sonne richtig scheint wird es wahnsinnig heiss und stickig dadrin. (Ich durfte beides schon miterleben, da ich ja in der Babygruppe bin) Ausserdem soll in dem neuen Babyraum nun auch ein Platz geschaffen werden, in dem Rebecca und ich die Babymassage ausueben koennen.
Der Raum wurde jedoch erst vor kurzem angebaut und so ist noch ziemlich viel zu tun. Rebecca und ich wollen sobald alles verputzt ist anfangen, den Raum sowie von aussen als auch von innen zu streichen. Wenn wir damit fertig sind, ist dann der Rest des Educares dran, da die momentane Wandfarbe schon sehr abgenutzt ist..
Wenn ihr also ein paar Euro mal wieder uebrig habt oder einfach nur mein Projekt gerne unterstuetzen wollt, wuerde ich mich ueber jede Spende freuen. (Farbe fuer so einen grossen Raum ist naemlich ganz schoen teuer.. ) Die Spenden gehen auf das Sabantwana- Konto und werden dann jenachdem wie ihr wollt nur fuer meinen Kindergarten genutzt, oder auch um andere Educares zu unterstuetzen.
Die Konto-Nr. werde ich bald noch nach reichen .
Als Betreff koennt ihr einfach "Farbe Ikwezi Lokusa" nehmen.
Ich wuerde mich ueber jede Spende sehr freuen, denn je mehr Spenden wir erhalten, umso mehr kann ich letztlich in meinem Educare verbessern !
Zum Schluss gibts nun noch ein paar Updates von mir. :)
Mir gehts soweit sehr gut hier. :) Die Arbeit macht an sich Spass - auch wenn die letzte Woche sehr anstrengend war, weil ein neues Maedchen da war, dass den gaaaanzen Tag durchgeweint hat. Mittlerweile war ich auch schon mal einen ganzen Tag allein mit den Babys, weil meine Mamma krank war - und es hat eigentlich alles super geklappt.
Leider hat sich die Suche nach einer Tanzschule als schwieriger herausgestellt als erwartet. Entweder es ist zu teuer, oder zu weit weg, oder zu spaet am Abend (ich kann ja leider Abends nicht mehr Zug fahren, weil das zu gefaehrlich ist) oder sie bieten nur Privatstunden an. :(
Vor fast 3 Wochen sollte eigentlich schon unser neuer Mitbewohner kommen, jedoch gibt es immernoch Probleme mit seinem Visum. Es dauert also warscheinlich noch etwas bis er hier ankommt. Dann heisst es aber erstmal kuscheln wenn er da ist, denn die 2 Maedels, die eigentlich schon seit 2 Monaten im Township leben sollten, wohnen immernoch bei uns.^^ Das heisst in der WG, welche fuer 4 Personen ausgerichtet ist leben wir dann erstmal zu 6.
Es wird hier immer waermer, was ich natuerlich wundervoll finde. :) - Ich lag sogar schon ein paar Mal im Bikini in unserem Hof und das erste mal Schwimmen im Meer war ich auch schon. :)
Vor 3 Wochen war unsere WG mit Mvu und Matthew (2 unserer Suedafrikanischen Freunde) auf dem Signal Hill den Sonnenuntergang anschauen. Es war einfach ein wundervoller Ausblick, wie die Sonne ins Meer versinkt. Als es dann dunkel wurde und der Vollmond aufgegangen war gingen wir ein Stueck weiter und hatten eine Aussicht ueber das hell erleuchtete Kapstadt. :)
Das Meer aus Lichtern mit der Kueste und dem Tafelberg mittendrin war einfach so ein atemberaubender Anblick, den ich so schnell nicht vergessen werde ! :
Wie ihr also seht, gehts mir hier eigentlich sehr gut. (Natuerlich gibt es immer mal wieder Tage, an denen man Zuhause mehr vermisst als an anderen, aber Alles in Allem gehts mir gut)
Da die großen Sommerferien ja nun auch schon in einem Monat sind, wurde natürlich schon fleißig geplant. Nach langer Überlegung habe ich mich dazu entschieden mit meiner Mitfreiwilligen Vicky zu reisen. :)
Wir werden die Ostküste entlang fahren, sodass wir an Weihnachten in Port Elizabeth sind und dann weiter nach Durban, wo wir ins neue Jahr rutschen wollen. :) Von dort aus geht es dann weiter nach Lesotho und dann hoch nach Joburg. :) In Joburg wollen wir dann unser Mietwagen abgeben und fahren mit dem Bus zurück nach Kapstadt. Ich freue mich einfach schon total darauf, mehr von dem Land zu sehen und in Lesotho auch mal eine ganz andere Seite Afrikas kennen zu lernen. :)
Ich muss allerdings sagen, dass ich mich manchmal auch richtig komisch fühle bei dem Gedanken einen Monat zu reisen. Als ich beispielsweise meiner Mamma im Educare davon erzählt habe war das irgend wie eine sehr seltsame und unwohle Situation, weil ich einfach weiß, dass die Menschen, mit denen ich auf der Arbeit und im Alltag zu tun habe, wahrscheinlich nie die Möglichkeit haben werden so etwas zu tun. Und zu wissen, dass man in dem Jahr in dem man hier ist, mehr von dem Land sieht als der Großteil der Menschen, die ihr ganzes Leben hier vebringen, ist schon irgendwie komisch..
Nichtsdestotrotz kann ich es kaum erwarten und freue mich schon total :) (hoffentlich habe ich mir bis dahin auch endlich ein Ladekabel für meine Kamera besorgt, sodass ihr auch mal ein paar Bilder zu Gesicht bekommt. ^^)
Ich schicke euch ganz liebe sonnige Gruesse aus Kapstadt und hoffe es ist nicht zu kalt bei euch ! :)
Freitag, 15. November 2013
Sonntag, 6. Oktober 2013
Der erste Monat. :)
Der erste Monat in Südafrika ist rum und so ist es an der
Zeit, ein erstes Resümee zu ziehen.
Man sagt ja immer der erste Monat vergeht wie im Fluge und
ist total toll, weil man so viele neue Sachen erlebt. Ich muss sagen, für mich
schien das zuerst nicht wirklich so. Ich bekam direkt am Anfang eine fette
Erkältung, die mir ewig vorkam. Während ich im Bett lag oder mit Tee und Decke
im Wohnzimmer und der Rest der WG irgendwo unterwegs war, hatte ich das Gefühl
soo viel zu verpassen und überhaupt nicht ankommen zu können, weil alle bei den
Ausflügen ja total zusammenwachsen würden und nur ich dann alleine wäre.
Zuhause in Deutschland ging es außerdem etwas drunter und drüber
und so gab es Abende in meinen ersten 2 Wochen, wo ich wirklich am liebsten
nach Hause gefahren wäre. Ich konnte mir zu dem Zeitpunkt also überhaupt nicht
vorstellen, ein ganzes Jahr hier zu leben.
Doch auch die dümmste Erkältung ging weg und sobald ich
wieder gesund war schien alles direkt viel besser. :) Ich konnte wieder mit zu allen Ausflügen und
abendlichen Aktivitäten und so fühlte ich mich auch wieder wohler und
integrierter in der Gruppe. Obwohl meine WG aus 5 wirklich unterschiedlichen
Mädchen besteht verstehen wir uns alle super und das Zusammenleben ist
eigentlich immer harmonisch. :)
Unsere Ausstattung in der Wohnung ist zwar immer noch nicht
perfekt und verglichen mit manch anderer Freiwilligenwohnung ziemlich klein,
aber ich habe angefangen sie immer mehr zu mögen und mich langsam heimisch zu
fühlen.
Nach 2 Wochen kamen dann auch die restlichen Freiwilligen
vom Centre und 4 Mädels bezogen die WG unter uns. Sie sind alle sehr lieb, aber
doch ganz anders als unsere WG. :)
Was ich vorher nicht gedacht hätte ist, dass wir hier Abends
so viel unterwegs sind und so viel unternehmen. Ich dachte eigentlich, dass es
hier hauptsächlich um Arbeiten geht und man dann den restlichen Tag meistens Zuhause
ist - und so ist es auch bei vielen unserer Mitfreiwilligen. Dadurch, dass wir
aber die südafrikanischen Jungs kennen gelernt haben, ist hier eigentlich immer
was los. Es vergeht fast kein Tag an dem Sie nicht vorbei kommen und Fragen,
was für Pläne wir für den Abend haben. J
Manchmal kommen Sie sogar einfach nur vorbei um kurz bei uns zu chillen, zu
fragen ob es uns allen gut geht und um uns eine Gute Nacht zu wünschen. :)
Am Anfang dachte ich, es könnte echt anstrengend werden,
dass sie so oft unangekündigt auftauchen, aber ich muss sagen, ich habe die
Jungs nach diesem Monat schon wahnsinnig ins Herz geschlossen und freue mich
jedes Mal, wenn es wieder mal vor der Tür hupt, damit jemand das Gate öffnet,
weil jemand reingelassen werden will. Mittlerweile bin ich mit den Jungs auch
schon richtig ins Gespräch gekommen und hab völlig neue Seiten an ihnen
entdeckt, die ich vorher nicht erwartet hätte. Man kann super viel Spaß und Unfug mit ihnen treiben, aber man kann genauso
auch sehr ernste Gespräche mit ihnen führen, was sehr angenehm ist. :)
Alles in allem muss ich sagen, ist der erste Monat doch echt
verdammt schnell rum gewesen und auch wenn ich mir immer noch nicht vorstellen
kann, dass noch 11 Monate folgen, so will ich doch erstmal so schnell nicht weg
von hier. :)
Freitag, 27. September 2013
Tafelberg und Braais. :)
Wenn
man Suedafrikaner fragt, was an einem sonnigen Tag nicht fehlen darf,
dann ist das zweifelsfrei ein Braai. Und so hat es nicht lange
gedauert bis auch ich beim ersten dabei war. Gemeinsam mit unserer WG
und unseren suedafrikanischen Freunden sind wir in das Township
Gugulethu gefahren um dort zu Mzolis zu gehen. Mzolis ist eine
Huette, wo jeden Sonntag schon mittags die Party abgeht. :)
Bevor
man jedoch rein kommt, muss man vorher Fleisch kaufen. Ich glaub ich
hab noch nie so viel Fleisch auf einmal gesehen. ^^ Man kauft dann
meistens Fleisch fuer eine ganze Gruppe und bekommt dann eine grosse
Platte mit einem Berg voll gegrillter Wurst, Haehnchen und Steaks -
jenachdem was man gerne isst. :)
Als
wir da waren, war es super voll und es hat erstmal gedauert bis wir
durch die Massen zu einer Stelle gelangten wo wir ein bisschen Platz
hatten. :)
Die
Stimmung und die Musik waren gut, doch ploetzlich brach direkt neben
uns eine grosse Schlaegerei aus. Weil es so warm war hatte ich meine
Jacke in die Tasche von einem Freund getan. Als die Schlaegerei
anfing sind auf einmal sau viele Leute auf uns zugedraengt, um nicht
selbst in die Schlaegerei zu geraten. Wir waren fuer einen Moment
unaufmerksam und schwups war die Tasche weg. Zuerst dachte ich,
jemand haette sie einfach auf die Seite gekickt, aber wie ich kurz
spaeter feststellen musste war sie geklaut worden. Das negative war,
dass in dem Rucksack nicht nur meine Winterjacke, sondern auch mein
Handy, meine Monatskarte fuer den Zug, die Kamera und fuer mich das schlimmste - meine Brille drin war.
Das
bedeutet, dass ich seitdem Brillenlos durch die Gegend laufe.. und
von Grillen hatte ich auch erstmal genug.
Nach
dem ersten Schock und der ersten Aufregung war ich zwar ziemlich
deprimiert, dass so viele Sachen weg waren, aber letzten Endes ist es
denke ich das Wichtigste, dass mir nichts passiert ist.
Am
Dienstag darauf war jedoch Heritage-day, ein Feiertag in Suedafrika,
der von den meisten in Braai-day umgewandelt wurde, das heisst es
hiess - wieder Grillen !
Gemeinsam
mit unseren suedafrikanischen Freunden, die uns bis jetzt sehr treu
geblieben sind und immernoch fast jeden Tag einfach vorbei kommen,
bin ich dann Fleisch einkaufen gegangen. Mit einer grossen Menge an
Fleisch und 2 recht vollen Autos (6-7 Leute pro Wagen ist hier
normaler durchschnitt ^^) haben wir uns dann auf den Weg zu einer
oeffentlichen Grillstelle im Wald gemacht. Da hier allerdings fast
alles suuuuper frueh zu macht (sehr oft 17h) kamen wir zu spaet und
kamen nicht mehr rein. Wir setzten uns also wieder ins Auto und
fuhren zu einem Haus von einem Maedchen, dass wir garnicht kannten -
ausser 2 von den suedafrikanischen Jungs. Die Hausbesitzerin war zwar
selbst noch nicht da, aber es schien fuer die Jungs voellig normal,
dass man einfach irgendwo in den Garten faehrt und dann da anfaengt
zu grillen. Wir deutschen kamen uns allerdings sehr komisch dabei vor
und so entschieden wir uns, uns doch wieder ins Auto zu setzen und
nach Lakeside in einen Park zu fahren, wo es Grillstellen gab. Dort
angekommen viel uns auf, dass wir jedoch einen Grillrost brauchten
und den hatten wir natuerlich nicht dabei. ^^ Zum Glueck liehen uns
dann aber welche einen und so konnte es dann auch endlich losgehen.
:) Es war zwar auf einmal super kalt, sobald die Sonne untergegangen
war, aber alles in allem war es noch ein sehr schoener Tag. :
Durch
den Feiertag am Dienstag war Montag Brueckentag und wir mussten nicht
arbeiten. Den freien Tag nutzten wir dann auch direkt, um endlich mal
den Tafelberg zu besteigen. Gemeinsam mit 2 aus meiner Wg und noch 2
weiteren Freiwilligen setzten wir uns also in den Zug nach Capetown.
Von dort aus nahmen wir ein Taxi zum Tafelberg und zahlten fuer eine
fast 30-minuetige Strecke insgesamt etwa 10 Euro. :) Wir wollten
natuerlich nicht die Seilbahn nehmen, sondern uns schoen sportlich
betaetigen und hochlaufen. Ich hatte gelesen, dass es 3 Routen gibt.
2 leichtere die teilweise asphaltiert sind und 1 Strecke, die ein
bisschen unbefestigter ist. Fuer uns war natuerlich klar, dass wir
nicht die asphaltierte Strecke gehen wollen, sondern die
Schwierigere. :)
Die
Strecke fing mit relativ hohen Felsstufen an und wir dachten uns,
dass es sich immer wieder abwechseln wuerde - mal grade Stuecke und
mal Stufen und Treppen. Es stellte sich allerdings schnell heraus,
dass die ganze Strecke aus Stufen bestand und so maschierten wir 2
Stunden lang teilweise riesige Stufen hoch. Oben angekommen waren wir
zwar alle total fertig, aber die grossartige Aussicht machte alle
Anstrengungen wieder gut. :)
Den
Rueckweg schafften wir dann sogar in der Haelfte der Zeit. :)
Abends
gingen wir dann noch auf die Longstreet, den Geburtstag von einem
Freiwilligen feiern. Alles in allem war es also ein sehr gelungener
Tag. :)
Nach
dem verlaengerten Wochenende hiess es dann Mittwochs aber doch wieder
Arbeiten. :) Die Arbeit gefaellt mir mittlerweile eigentlich sehr
gut. :) Ich bin jetzt durchgaengig bei den Babys, was einerseits sehr
entspannend sein kann, aber manchmal wird es dann auch etwas
langweilig, weil die Babys einfach noch zu klein sind um was
richtiges mit ihnen zu spielen oder richtige Lieder mit ihnen zu
singen. So mache ich eigentlich jeden Tag das Selbe: Fuettern,
vorbereiten zum Windeln wechseln und troesten, wenn einer weint. Nur
wenn die Babys schlafen habe ich eine Stunde, in der ich dann bei den
Groesseren bin und auch was Richtiges spielen kann. Trotzdem gefaellt
mir die Arbeit aber gut und mit meiner Mamma verstehe ich mich schon
richtig gut. :) Ich habe mittlerweile auch angefangen Wolken
auszuschneiden und anzumalen, um da dann spaeter Fotos der Kinder
draufzukleben und "Namensschilder" zu machen. :)
Das
wars erstmal wieder von mir. :)
Liebe
Gruesse aus dem waermer werdenen Kapstadt. <3
Donnerstag, 12. September 2013
Die ersten Arbeitstage. :)
Am 2. Arbeitstag hatte ich Fruehschicht, das heisst ich
musste um 6 raus, denn der Transport kam um 20 vor 7. Als Rebecca und ich
ankamen waren bereits ein paar Kinder da und wir versuchten sie in Zaum zu
halten und dafuer zu sorgen, dass sie nicht permanent alle schriehen. :) Es war
mal wieder keine von den Mammas im Raum also mussten wir die Kinder selbst beschaeftigten.
Jedes Kind das reinkam wurde erstmal von uns begruesst mit einem "big
hug" und dann wurden Jacke und Muetze ausgezogen und ordentlich in den
Rucksack verpackt. Als der Geraeuschpegel mal wieder seinen Hoehepunkt erreicht
hatte fingen Rebecca und ich an zu singen um die Kinder ein bisschen
runterzubringen und es hat tatsaechlich auch funktioniert. :) Ganz verdutzt
schauten sie uns an, was wir da grade taten. Als fast alle Kinder da waren,
ging ich rueber zu den Babys um beim Fuettern zu helfen.
Generell bin ich momentan so eingeteilt: Morgens bei der
Begruessung bin ich bei der mittleren Gruppe (2-4 J.) dann geh ich zum fuettern
zu den Babys, wo ich dann hauptsaechlich den restlichen Tag bin. Wenn die Babys
ihren Mittagsschlaf machen, gehe ich raus zur Playtime von zuerst den mittleren
und dann der grossen Gruppe (4-6 J. ). Danach gehe ich wieder zurueck zu den
Babys um wieder beim Fuettern und beaufsichtigen zu helfen. :)
Am Dienstag war es nicht nur bei der Begruessung schon
wahnsinning laut sondern auch bei der Playtime der Grossen. Alle paar Sekunden
hat sich jemand anderes gepruegelt oder geweint. Wir waren hauptsaechlich damit
beschaeftigt von einem zum anderen zu rennen, um da zu schimpfen und dort zu
troesten. Die Kinder hoerten aber meistens nicht mal auf uns, sondern machten
sich mehr oder weniger nur lustig ueber uns. Einziger Ruhepol an dem Tag waren
meine Babys, die die meiste Zeit schoen lieb waren. Das konnte aber leider auch
nichts daran aendern, dass ich nach dem Tag voellig ausgelaugt war.
Heute waren die Kids hingegen wie ausgewechselt. :) Die
Babys waren wie gewohnt eigentlich ganz lieb, aber auch bei der Playtime der
Grossen gab es kaum Geschreie oder Gehaue. Froehlich kamen sie immer wieder auf
mich zugerannt und wollten hochgenommen werden, etwas spielen, oder etwas
singen. Da meine Stimme wegen dem Vortag aber so gut wie weg war, fiel das
Singen eher leise und kraechzend bei mir aus. ^^
Generell lebe ich mich hier langsam immer mehr ein. :) Die alten Freiwilligen sind mittlerweile abgereist, aber die Einheimischen Jungs schauen trotzdem jeden Tag vorbei. :)
Liebe Grüße aus Southfield. <3
Montag, 9. September 2013
Molweni. :)
Hallo ihr Lieben. :)
Vor 6 Tagen bin ich nach einer fast 20 Std dauernden Reise
im wunderschoenen Kapstadt gelandet. Die Sonne hat geschienen und wir wurden von
Goodman unserem Fahrer abgeholt. Ich und noch 3 weitere Freiwillige wurden in 2
Autos verladen und hatten erstmal keine Ahnung wo es hingeht. ^^ Nach etwa 20 min Fahrt an
grossen Haeusern aber auch an Wellblechhuetten vorbei kamen wir dann in
Southfield an - mein zukuenftiges Zuhause wie ich dann erfuhr. Wir wurden
direkt total freundlich von 2 alten Freiwilligen begruesst. :)
Unsere Wohnung ist an sich sehr
schoen, wenn auch etwas klein. Die Wohnung generell und vorallem die Kueche ist
noch etwas provisorisch eingerichtet, so haben wir zum Beispiel einen Herd in
Mikrowellenformat und kaum Besteck. Strom kauft man sich hier lustigerweise per
Prepaid-Karte und wenn er mal leer ist, muss man einfach zum naechsten
Supermarkt oder Kiosk gehen und kauft sich neuen. Da unsere Wohnung noch geputzt wurde
warteten wir in der unteren Wohnung von den alten Freiwilligen und fragten
denen erstmal Loecher in den Bauch. (Wirklich sauber war die Wohnung danach
aber auch nicht wirklich. ^^ )
Am naechsten Morgen sind wir (die 4 Maedels aus meiner
Wohnung und ich) dann zum Centre for Creative education gelaufen, wo wir
unseren Koordinator kennenlernten und ueber einige wichtige Regeln sprachen.
Dabei kamen dann diverse Horrorgeschichten auf, wodurch ich mich dann irgendwie
total verunsichert gefuehlt habe.. Es Es ist momentan einfach noch total
schwierig den schmalen Pfad zwischen Vorsicht und Aufmerksamkeit, aber nicht
voellig paranoid und beaengstigt sein zu finden.
Das Wetter hier ist momentan noch seeeehr wechselhaft. ^^
Wenn die Sonne scheint, ist es total warm und man koennte in kurzer Hose und
Shirt rumlaufen, aber sobald die Sonne weg ist, ist man ohne Winterjacke echt
aufgeschmissen.
Da die "alten" Freiwilligen direkt unter uns
wohnen, sind wir staendig bei ihnen unten oder sie bei uns oben. : ) Dadurch
haben wir coolerweise auch direkt Einheimische kennengelernt und waren direkt
am ersten Abend mit denen in einer Bar um die Ecke. Seitdem schauen die Jungs
auch jeden Abend oben vorbei und Fragen ob wir denn nicht was mit ihnen machen
wollen. :)
Am 2. Tag
haben wir dann eine Township tour gemacht, wo wir die Zenzeleni school und 3
Educares besucht haben. Als wir ankamen war es wirklich so, wie man es sich im
Film vorstellt. Die Kinder kamen alle auf uns zugerannt und wollten
hochgenommen werden. :) Es entstand sogar ein richtiger Neid zwischen den
Kindern wer zuerst auf den Arm genommen wird. Viele haben dann immer gerufen
"teeeeacher me ". Die Kindergaerten waren allerdings sehr
verschieden. - der eine hatte einen recht grossen Ausenbereich und es waren
fast 300 Kinder dort, ein anderer hingegen hatte fast garkein Aussenbereich und
es gab nur knapp 40 Kinder.
Spaeter am Tag waren wir noch mit
anderen Freiwilligen vom Centre am wunderschoenen Strand von Muizenberg. :)
Freitags
erfuhren wir dann, wo wir arbeiten werden und lernten im Anschluss direkt
unsere Principles kennen. Ich werde das Jahr ueber mit meiner Mitbewohnerin
Rebecca in dem Kindergarten Iqwezi Lokusa (aufsteigender Stern) in Manenberg
arbeiten. Im Kindergarten wird grade ein neues Babyhaus gebaut, weil die gany
kleinen bis jetzt noch in einer ziemlich kahlen, kalten Huette.
Natuerlich
haben wir auch schon das Nachtleben unsicher gemacht. :) Donnerstag waren wir mit den alten
Freiwilligen und 5 Einheimischen in Observatory in einem Club wo oben Dupstep
und unten Rock lief und haben in den Geburtstag von einem Einheimischen
reingefeiert.
Samstags waren wir dann auf der
beruehmten Longstreet wo sich ein Club an den anderen reiht. :) Erst waren wir
in einer Bar und lernten noch weitere Freiwillige kennen und gingen dann
zusammen in einen Hip Hop Club. :)
Die Heimfahrt
war mal wieder typisch afrikanisch - wir teilten uns zu 7 + Fahrer ein 5-sitzer
Taxi. Die Regel hier ist naemlich, vorne darf nur der Fahrer und eine Person
sitzen aber ansonsten darf das Auto bis zu 12 Personen aufgefuellt werden. :D
Sonntags sind
wir nach Muizenberg zu einer anderen Freiwilligenwohnung gefahren und haben da
gemeinsam gekocht. :) Leider mussten wir um 7 schon mit dem letzten Zug fahren.
Ausserdem muss man hier leider immer darauf achten, dass man noch im hellen mit
der Bahn faehrt, weil die Train station und generell die Umgebung Nachts und im
dunkeln nicht mehr wirklich sicher ist. Das ist auf die Dauer doch schnell
anstrengend weil man immer vorher planen muss wann man faehrt .
Heute war
dann endlich mein erster Arbeitstag. :) Der Kindergarten hat einen Recht
grossen Aussenbereich mit einem Schiff, einem Klettergeruest und einer
Schaukel. Als wir ankamen waren wir erstmal in der mittleren Gruppe mit den 2-4
jaehrigen und haben beim Fruehstueck geholfen. Der Brei sah aus wie Kleister
und hat mit viel Phantasie ein wenig nach Apfelmus geschmeckt. ^^ Danach haben
wir eine kleine Tour mit unserer Principle durch den Kindergarten gemacht und
uns wurde alles gezeigt. Danach kam ich in die Baby-class mit den ganz kleinen.
:) am Anfang wusste ich garnicht was ich machen sollte weil sie alle noch sehr
klein sind und noch sehr schuechtern waren.. Ausserdem sind sie einfach noch in
einem Alter in dem sie noch nicht viel machen ausser krabbeln und weinen. ^^
Spaeter
waren Rebecca und ich dann draussen mit den Grossen (4-6 J.) und haben mit
ihnen gespielt. Hauptsaechlich wollten sie alle staendig hochgehoben werden
oder schrien "Teacher loook" wenn sie schaukelten oder irgendwas
zeigen wollten ! :) Die Grossen koennen sogar schon ziemlich gut englisch, was
das Spielen um einiges vereinfachte. :) Wir haben zusammen gesungen, fangen
gespielt und saemtliche Huepfspiele gespielt. Ein Junge kam gegen Ende von der
Playtime zu mir und ist mir fuer eine halbe Stunde nicht mehr von der Seite
gewichen. :) Er hat mich erst die ganze Zeit umarmt und als ich mich mit ihm
hingesetzt hab, ist er direkt auf meinen Schoss geklaettert und hat sich weiter
an mich gekuschelt. Allerdings kann man sich nicht wirklich hinsetzen, weil
sobald man sich hingesetzt hat, kommen ganz viele auf einen zugerannt und
schmeissen sich auf dich.
Nach der Playtime bin ich wieder zu
den Babys gegangen und hab geholfen sie zu fuettern. Meistens fuettert man alle
gleichzeitig und wenns einer/m zu lange dauert, bis er/sie wieder dran ist,
rufen sie ganz laut "Mammmaaaaa". ^^
Nach dem Essen waren die Kleinen
auch etwas aufgedrehter und trauten sich auch zu mir und versuchten mich zu
kitzeln oder kamen zum schmusen. :)
Nachdem die Mamma die
Windeln gewechselt hat, kamen sie einzelnd zu mir und ich hab Schuhe und Jacke
angezogen.
Kurz danach wurden wir auch
schon wieder vom Transport abgeholt. Zuhause angekommen hab ich
mich erstmal hingelegt, da es doch sehr anstrengend war und ich zusaetzlich
noch seit einigen Tagen eine Erkaeltung mit mir rumschleppe..
Sooo das wars
erstmal fuer heute. :) eigentlich wollte ich den Eintrag schon vor einigen
Tagen posten, aber beim Tablet hat sich beim schreiben immer wieder aufgehaengt
und ich musste von vorne anfangen.
Ganz liebe
Gruesse aus dem noch sehr kalten Kapstadt. :) <3
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